bAV Arbeitgeber News

8 Pensionskassen

bei jüngstem Stresstest durchgefallen:

Bei dem jüngsten Stresstest der BaFin sind 8 Pensionskassen durchgefallen, eine mehr als im Vorjahr. Die BaFin veröffentlicht allerdings grundsätzlich nicht die Namen der betroffenen Pensionskassen.

Was ist der Stresstest:

Der Stresstest ist ein aufsichtsrechtliches Frühwarnsystem. Mit Hilfe von vier Stress-Szenarien werden kurzfristige, adverse Kapitalmarktveränderungen simuliert und die bilanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen für die Pensionskassen betrachtet.
Bei dem Stresstest finden folgende Szenerien statt:

Kursrückgänge

  • 10% isoliert am Rentenmarkt
  • 10% isoliert am Aktienmarkt
  • 5% kombiniert am Aktien- und Rentenmarkt
  • 10% kombiniert am Aktien- und Immobilienmarkt

Damit soll geprüft werden, ob die Pensionskasse ihre Leistungen auch nach den simulierten Kursrückgängen einhalten kann. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Entgeltumwandlung oder eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung handelt.

Was geschieht,

wenn der Stresstest nicht bestanden wird?

Sollte die Risikotragfähigkeit eingeschränkt sein, muß diese Einschränkung schnellstens beseitigt werden. Sollten alle anderen Möglichkeiten der Pensionskasse zur Herstellung der Risikotragfähigkeit nicht greifen, kann es zu Beitragserhöhungen bzw. Zusatzbeiträgen für die Arbeitgeber kommen oder aber Leistungskürzungen.

Wobei bei den Leistungskürzungen der Arbeitgeber aufgrund der Subsidiärhaftung nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG) vollumfänglich für die Kürzung gerade zu stehen hat. Die Arbeitgeberhaftung für Versorgungsleistungen wurde auch schon in diversen Urteilen bestätigt, unter anderem jüngst durch das Bundesarbeitsgericht  (siehe BAG Urteil vom 20.09.2016, AZR 302/15).


Dr. Frank Grund, Exekutivdirektor der Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der BaFin sagt hierzu auch:
„Es ist davon auszugehen, dass die Anpassungsmaßnahmen der Unternehmen – gegebenenfalls verbunden mit zusätzlichen Zahlungen der Arbeitgeber – in aller Regel sicherstellen werden, dass die den Versorgungsberechtigten versprochenen Leistungen erfüllt werden können“.

Sind Direktversicherungen in der bAV auch betroffen?
Nein, zum Glück nicht. Hier gab es, wie in den Jahren zuvor, keine Durchfaller.

» Jahresbericht der BaFin u. a. zur Lage der Pensionskassen

Was ist zu tun?
Wir empfehlen unseren Arbeitgebern ihre Versorgungen durch unabhängige Experten zu sichten und auf Nachschuss- und Einstandsverpflichtungen hin zu überprüfen.

Andreas Brand, Geschäftsführer der BRANDCONSULT GmbH, hierzu: „Nutzen Sie unseren kostenlosen bAV Risikocheck, um Risiken bei Ihrer bAV aufzudecken. Abwarten hilft hier nicht, da das Problem über die Zeit nur noch größer wird und damit die ggf. vorhandene Nachschussverpflichtung dem Unternehmen nur noch mehr Geld kostet“.

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